Schießordnung für den Schießstand Lohausen

Jeder teilnehmende Schütze ist der Stand- und Schießordnung

unterworfen.

Er erkennt beide durch seine Teilnahme an.

 

Standordnung

 

Das Betreten der Schießstände ist nur den Personen gestattet, die sich berechtigt an den Schießen beteiligen. Es dürfen sich in den abgeteilten Räumen nur Schützen aufhalten, die am Schuss sind. Nach abgegebenem Schuss müssen diese abgeteilten Räume sofort wieder verlassen werden.Das Laden der Gewehre ist grundsätzlich nur innerhalb der Schießstände mit nach dem Kugelfang gerichteter Gewehrmündung gestattet jeder Schuss, der den Lauf verlässt, ist gültig, auch wenn er ohne Verschulden des Schützen oder durch einen Fehler am Gewehr ausgelöst worden ist.
Schützen, die sich mit einem geladenen Gewehr im Stand umdrehen oder sonst in leichtfertiger Weise andere gefährden, werden von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen. Ihre Schießkarten verlieren in einem solchen Falle ihre Gültigkeit.

 

Schießordnung

 

Die kompanieinternen Königsschiessen bzw. Trainingsschiessen werden in eigenverantwortlicher Weise von den Kompanieschießmeistern durchgeführt. Es müssen grundsätzlich mindestens 2 Aufsichtpersonen abgestellt werden. Es werden grundsätzlich nur kompanieeigene Gewehre verwendet. Die bruderschaftseigenen Gewehre werden nur den Jungschützen zur Verfügung gestellt. Die zugelassene Munition: Kal. ,22 lfB „z“ mit einer Bewegungs-Energie von 50 Joule. Jedwelche andere Munition ist verboten. Auch darf nicht mit Luftgewehren geschossen werden.

 

 

Kompanie-Königsschiessen

 

Die Kompanie-Königsschiessen werden gemäß den in den einzelnen Kompanien erstellten Königsschießordnung durchgeführt. Diese müssen sich jedoch an den allgemein gültigen Richtlinien richten. Das Vogelschiessen darf nur innerhalb eines gültigen Schießfeldes im Kugelfang durchgeführt werden. Es dürfen nur Vögel aus Weichholz eingesetzt werden. Die maximale Stärke des Vogels darf 20mm nicht überschreiten. Das Plattenschießen ist derzeit verboten. Das vorgesehene Schießen um die Kompaniekönigswürde ist deswegen vorher mit dem Oberschießmeister abzusprechen.

 

 

Sterne-Schiessen

 

Die kompanieinternen Sterne-Schiessen dürfen nur mit der zugelassenen Sternehalterung durchgeführt werden. Diese sind in Absprache mit dem Oberschießmeister von den Kompanien selbst anzufertigen. Das Auswechseln dieser Halterungen sind frühzeitig zu veranlassen. Damit soll vermieden werden, dass das Holz im Kugelfang nicht zerschossen wird.

 

 

Kontrolle bzw. Überprüfungen

 

Die kompanieinternen Schießen werden vom 1. oder 2. Oberschießmeister stichprobenartig überprüft.

 

 Stand: Januar 2002

 Die Schießkommission


Schießordnung zum Schützenfest

der St. Seb. Schützenbruderschaft Lohausen von 1849

 

1. Königsschießen

 

Der König wird am Schützenfestmontag ausgeschossen.    Beginn 15.30 Uhr

Das Schießen auf den Königsvogel ist nur aktiven Mitgliedern gestattet, die das 24. Lebensjahr vollendet haben.

Es darf nur in Uniform oder Gesellschaftsanzug (nicht in Zivil) geschossen werden.
Zum Königsschuss ist komplette Uniform, Pflicht!

Zum Schuss auf die „Königsplatte“ ist jeder aktive Schütze berechtigt, der am Tag des Schießens das
28. Lebensjahr vollendet hat und dem Verein mindestens ein Jahr angehört.

Es dürfen nur Schützen zum Königsschießen antreten, die einer christlichen Glaubensgemeinschaft, im Sinne unserer Satzung gemäß § 2 Absatz 1, angehören. Geschiedene und geschiedene und wiederverheiratete Schützen dürfen gemäß einer Absprache mit unserem Präses zum Königsschießen antreten.

Der Schütze muß seine Schießkarte vorweisen können.

Hat ein Schütze die Königswürde erlangt, ist er für nachfolgenden 20 Jahre für den Schuss auf die „Königsplatte“ gesperrt.

 Sollten die Pfänder frühzeitig fallen, kann das Schießen bis zu diesem Zeitpunkt unterbrochen werden.

Gegen 17:30 Uhr beginnt das Schießen auf die Königsplatte. Sollte der Rumpf und andere Pfänder noch nicht abgeschossen sein, so kann eine Beschleunigungsmaßnahme angewandt werden.

 

Der Königsschuss wird für 18.30 Uhr erwartet.

 

 

2. Kronprinzenschießen

 

Der Kronprinz wird am Schützenfestmontag ausgeschossen.   Beginn 15.30 Uhr

Auf den Kronprinzenvogel schießen alle aktiven Schützen, die am Tage des Schießens das
14. Lebensjahr * vollendet haben aber noch nicht das 24. Lebensjahr.

Es darf nur in Uniform oder Gesellschaftsanzug (nicht in Zivil) geschossen werden.
Zum Kronprinzenschuss ist komplette Uniform, Pflicht!

 

Zum Schuss auf die „Kronprinzenplatte“ ist jeder aktive Schütze berechtigt, der am Tag des Schießens das  14. Lebensjahr * vollendet hat, aber noch nicht das 24. Lebensjahr.

Der Schütze muß seine Schießkarte vorweisen können.

Hat ein Schütze die Kronprinzenwürde erlangt, ist er für nachfolgenden 5 Jahre für den Schuss auf die „Kronprinzenplatte“ gesperrt.

 

Der Kronprinzenschuss wird für 17.00 Uhr erwartet.

Ansonsten gelten die Bedingungen des Königsvogels.

 

        *     Jungschützen, die 14 Jahre, aber noch nicht 16 Jahre alt sind, müssen eine schriftliche Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten vorweisen. (Gemäß § 27 Absatz 3 WaffG)

 

 

3. Pokalschießen

 

Das Pokalschießen ist ein Mannschaftsschießen, der einzelnen Formationen.

Geschossen wird auf Holzsterne, deren Abmessungen von der Schießkommission festgelegt werden.

Jede Formation stellt eine Mannschaft aus 5 Schützen zusammen.

Die Namen der Schützen müssen vor Beginn des Schießens dem Listenführer der Schießkommission gemeldet werden.

Die Mannschaften schießen in der von der Schießkommission vorher ausgelosten Reihenfolge.

Die Mannschaft, die nach Aufrufen der Mannschaften zum Probeschiessen innerhalb von 20min. nicht am Stand erscheint, verliert ihre Schießberechtigung.

Sieger ist die Mannschaft mit der höchsten Trefferzahl und wird, falls erforderlich, durch Stechen in umgekehrter Reihenfolge ermittelt. Die Art des Stechens wird von der Schießkommission festgelegt und kann kurzfristig geändert werden.

Das Schießen beginnt links oben auf der Sternhalterung und wird nach rechts fortgesetzt.
Der nächstfolgende Schütze beginnt eine Reihe tiefer in der gleichen Reihenfolge.

Jeder Stern muss voll getroffen werden. Angeschossene, verkantete oder in falscher Reihenfolge getroffene Sterne gelten als Fehlschüsse und werden nicht gewertet.

Kann ein Schütze das Ziel nicht einwandfrei erkennen, so hat er dies der Standaufsicht zu melden, die über die weitere Abschussfolge entscheidet. Angeschossene oder verkantete Sterne werden überschlagen.

 

 

4. Allgemeine Schießordnung

 

Die beginnende Schießnummer eines Wettbewerbs wird ausgelost.

Jeder Schütze erhält auf dem Generalappell seine Schießkarte. Diese Schießkarte besteht aus 2 Teilen. Die rechte Hälfte der Schießkarte gibt der Schütze bei der Schießkommission ab. Damit zeigt er seine Bereitschaft am Pfänderschießen teilnehmen zu wollen. Diejenigen Schützen, die ihre rechte Schießkartenhälfte nicht abgeben, geben damit kund, nicht am Pfänderschießen teilnehmen zu wollen. Die linke Hälfte der Schießkarte verbleibt beim Schützen, damit der Schütze seine Schießnummer zur Hand hat

Zum Königsschießen gilt der oben beschriebene Modus nicht. Zum Königsschießen kann sich jeder Schütze bei der Schießkommission melden, der daran Interesse hat und die bereits beschriebenen Voraussetzungen erfüllt.

Jeder Schütze muss selbst schießen. Ist eine sichtbare körperliche Behinderung zu erkennen, so darf nach Zustimmung der Schießkommission ein Mitglied seiner Kompanie ihm Hilfestellung leisten.

Die Schießnummer gilt als Teilnahmeberechtigung, sie muss der Standaufsicht gezeigt werden.

Die Pfänder werden in folgender Reihenfolge geschossen:

Kopf, rechter Flügel, linker Flügel, Schwanz, Rumpf

Sollten mit einem Schuß mehrere Pfänder fallen, so wird dem Schütze das in der Reihenfolge anliegende Pfand zugesprochen. Die übrigen Pfänder werden wieder aufgesetzt.

Sobald ein Schütze ein Pfand errungen hat ist er vom weiteren Pfänderschießen ausgeschlossen und kann erst wieder auf die „Königsplatte“ bzw. „Kronprinzenplatte“ schießen, sofern er die Voraussetzungen erfüllt..

Ein Pfand gilt als geschossen, wenn es restlos vom Rumpf getrennt ist. Eine endgültige Entscheidung darüber trifft die Schießleitung. Der Rumpf ist geschossen, wenn das letzte Stück zu Boden fällt.

Hat ein Schütze das Gewehr vom Lader übernommen, so ist er verpflichtet, den Schuss abzugeben, auch wenn inzwischen der Wecker abläuft.

Schussverzögerungen zugunsten eines Kameraden sind unzulässig und können zum Ausschluss vom weiteren Schießen führen.

Ein Schütze, der sich nicht rechtzeitig am Schießstand einfindet, geht seines Schusses verlustig, sobald der nächste Schütze das Gewehr übernommen hat.

Für die ordnungsgemäße Durchführung der Schießwettbewerbe ist die Schießkommission verantwortlich.
Ihr Leiter ist der Oberschießmeister der Bruderschaft.

Die Schießkommission hat das Recht, das Schießen zeitweilig einzustellen oder zu beschleunigen.

Über alle Unstimmigkeiten und über alle Fälle, die in der Schießordnung nicht vorgesehen sind, entscheidet die Schießkommission, deren Entscheidung für jeden Schützen maßgebend ist.

Eine Entscheidung wird sofort gefällt.

 

Die Schießkommission besteht aus folgenden Mitgliedern:

Oberschießmeister, stellvertretender Oberschießmeister sowie den Schießleitern der einzelnen Formationen der Bruderschaft.

 

 

5. Ehrenvogel bzw. Gästevogel

 

Das Ehren- bzw. Gästeschießen erfolgt unmittelbar nach dem Festumzug am Sonntag des Schützenfestes. Es können alle Ehrengäste, sowie Schützen aller Gastvereine, hieran teilnehmen. Es gelten die Bedingungen der allgemeinen Schießordnung.

 

 

Der Oberschießmeister

ausgegeben am 13.05.2006

 

Klaus Hoberg